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Angeln in Schweden

Warum Småland der beste Einstieg ist

Schweden hat rund 100.000 Seen. Wer zum ersten Mal zum Angeln herfährt, steht deshalb vor einer angenehmen, aber unübersichtlichen Auswahl. Småland im Süden des Landes nimmt einem einen großen Teil dieser Entscheidung ab: Von Deutschland aus bist Du nach der Fährüberfahrt in wenigen Stunden da, die Seen liegen dicht beieinander, und mit dem Schärengarten von Blekinge ist eines der besten Hechtreviere Europas nur eine kurze Autofahrt entfernt.

Dieser Ratgeber fasst zusammen, was Du vor der ersten Reise wissen solltest: welche Papiere Du brauchst, was das Jedermannsrecht abdeckt und was eben nicht, welche Fische Dich erwarten und zu welcher Jahreszeit sich welches Gewässer lohnt. Die Details stehen jeweils auf einer eigenen Seite, damit Du nicht suchen musst.

Das Wichtigste in Kürze

Angeln ist in Schweden nicht Teil des Jedermannsrechts. Für die Binnenseen brauchst Du eine Angelkarte, das sogenannte fiskekort. Sie kostet je nach Gewässer meist zwischen 125 und 180 Kronen für den Tag und ist online in zwei Minuten gekauft. An der Küste – und damit im gesamten Schärengarten von Blekinge – ist das Angeln mit der Handangel dagegen frei und kostet nichts.

Einen Angelschein im deutschen Sinne, also eine bestandene Prüfung, gibt es in Schweden nicht. Du brauchst weder einen Fischereischein noch einen Nachweis. Was Du brauchst, ist die Erlaubnis für das jeweilige Gewässer und die Kenntnis der örtlichen Regeln – Mindestmaße, Schonzeiten und Entnahmegrenzen unterscheiden sich von See zu See.

Wie Du die Angelkarte kaufst, was sie in unseren Hausgewässern kostet und welche Regeln jeweils dazugehören, steht ausführlich unter Angelkarte in Schweden. Was das Jedermannsrecht wirklich erlaubt, erklärt die Seite Jedermannsrecht für Angler.

Die Fische, auf die Du Dich einstellen kannst

Hecht ist der Fisch, für den die meisten unserer Gäste kommen, und er ist in Småland praktisch überall vertreten. Dazu kommt Zander, der im Åsnen und im Tiken einen sehr guten Bestand hat, Barsch in jeder Größe von handlang bis Kilo-plus, und in einzelnen Seen Forelle und Maräne. Der Mien südlich von Tingsryd ist dafür das beste Beispiel: ein fast kreisrunder Meteoritenkrater mit über vierzig Metern Tiefe, in dem sich ein natürlicher Forellenbestand hält.

Welche Art wann beißt, wie groß die Fische werden dürfen und welche Fische Du zurücksetzen musst, findest Du unter Fischarten in Småland. Eine Beschreibung der einzelnen Seen mit Charakter und Besonderheiten steht seit Langem auf unserer Seite Unsere Angelgewässer.

Wann ist die beste Zeit?

Das Frühjahr gehört dem Hecht im Flachwasser, wenn die Fische aktiv in den Buchten stehen. Der Sommer ist die verlässlichste Zeit für Familien: warmes Wasser, lange Tage, Barsch am laufenden Band und abends die Chance auf Zander. Der Herbst ab September ist die Zeit der großen Hechte – kühleres Wasser, weniger Boote, härtere Bisse. Im Winter frieren viele der kleineren Seen zu, dann wird auf dem Eis auf Barsch geangelt.

Ein Punkt, den man leicht übersieht: An der Küste von Blekinge gibt es geschonte Laichgebiete – einzelne Buchten und Flussmündungen, in denen im Frühjahr nicht geangelt werden darf. Eine flächendeckende Schonzeit für die ganze Küste gibt es nicht, aber die betroffenen Gebiete wechseln und werden erweitert. Vor einer Frühjahrsreise lohnt deshalb ein Blick in die Karte der schwedischen Fischereiregeln – oder Du fragst uns, wir kennen die Bereiche rund um unsere Häuser. In den Binnenseen greifen stattdessen die Regeln des jeweiligen Fischereivereins.

Boot, Haus und Ausrüstung

Vom Ufer aus lässt sich in Småland fangen, aber die guten Stellen liegen fast immer auf dem Wasser. Deshalb gehört zu fast allen unseren Ferienhäusern ein Boot – bei vielen liegt es am eigenen Steg. Welche Boote wir vermieten und wie die Motorisierung aussieht, steht unter Boote und Motoren.

Wenn Du ein Haus suchst, bei dem Du morgens aus der Tür und in Dein Boot steigst, hilft Dir die Auswahl unter alle Ferienhäuser weiter. Wer die ersten Tage nicht suchen, sondern fangen will, bucht ein Angelguiding – der Guide kennt die Stellen, die man sich sonst über Jahre erarbeitet.

Was an Ruten, Schnüren und Ködern für Småland sinnvoll ist, haben wir unter Köder und Ausrüstung zusammengestellt.

Fünf typische Fehler deutscher Angler

Die Angelkarte vergessen. Die Kontrollen sind freundlich, aber es gibt sie. Eine Tageskarte kostet weniger als ein Wobbler.

Annehmen, das Jedermannsrecht decke das Angeln ab. Tut es nicht. Es erlaubt Dir den Weg zum Wasser, nicht den Fang.

Dorsch mitnehmen. Freizeitangeln auf Dorsch ist in der gesamten Ostsee verboten, und in unserem Gebiet darf auch ein zufällig gefangener Dorsch nicht behalten werden. Er geht zurück ins Wasser.

Zu große Hechte entnehmen. An der Küste gilt ein Fangfenster von 40 bis 75 Zentimetern. Der Fisch Deines Lebens ist ein Foto wert, kein Filet.

Die Entnahmegrenze übersehen. Im Åsnen sind es zwei Hechte oder Zander pro Karte und Tag, an der Küste drei Fische aus beiden Arten zusammen. Das ist mehr als genug für eine Mahlzeit und wenig genug, dass der Bestand hält.

Noch Fragen?

Wir vermieten seit Jahren Ferienhäuser mit Boot an Angler und beantworten diese Fragen fast täglich. Die häufigsten haben wir unter FAQ gesammelt. Wenn Deine nicht dabei ist, schreib uns über das Kontaktformular – wir antworten auf Deutsch.